Church Mountain Ranch
Church Mountain Ranch

Die Grunderziehung 

Mit einem Welpen nicht länger als 5 Minuten trainieren, ca. 4-5 mal am Tag, das dann von Woche zu Woche etwas steigern, je nach Gefühl für den Hund.

 

Sitz:

Sitz ist das leichteste Kommando zum Lernen für den Hund und den Menschen.

Man hält dem Hund einfach ein Leckerchen über die Nase, so dass er nicht hin kommt aber auch nicht zu hoch. Sobald er sich setzt, sagt man das Kommando, das wird dann eben immer wieder geübt, bis es einfach so klappt.

Es kann auch passieren, dass der Hund sich hinstellt, um an das Leckerchen zu kommen. Da muss man dann etwas Geduld haben.

 

Platz:

Platz ist schon etwas schwieriger, ich mache es immer so dass ich ein Leckerchen in die Hand nehme, so dass der Hund es sieht und geht dann damit zwischen die Vorderbeine des Hundes, bis er sich hinlegt, und sage dann eben Platz.

Natürlich kann es passieren, dass der Hund sich um die Achse dreht, um an das Leckerchen zu kommen oder den Kopf zwischen die Beine steckt.

Aber auch da gilt es etwas Geduld zu haben, dann klappt es auch.

 

Bleib:

Am Anfang wird der Hund immer gleich wieder aufstehten, das ist auch ok. Erst wenn die Lektionen Sitz und Platz verstanden ist auch ohne Leckerchen halten zu müssen, kann man mit dem Bleib anfangen.

Bleibt kann man so anfangen, dass man den Hund sitzen lässt und einfach mittels Leckerchen das man ihm vor die Nase (zwischen die Finger) hält erreicht, dass er sitzen oder liegen bleibt.

Dann sagt man einfach das Kommando, am Anfang sind es nur Sekunden, aber das baut man  mit der Zeit aus, das der Hund begreift, worum es geht. Wichtig ist das Kommando immer nur dann zu sagen, wenn der Hund es gerade macht, dass er verstehen kann, was gewollt ist.

Das gilt für alle Kommandos!

 

Aus:

Damit es wirklich klappt, ist es wichtig dem Hund nicht einfach etwas zu entreißen (außer es ist gefährlich oder giftig). Man soll so etwas immer gezielt üben, am besten stellt man sich zwei Sachen parat. Ein großes Leckerchen, das man nicht einfach ohne Kauen runter schlucken kann und etwas Kleines gut zu Kauendes und sehr sehr schmackhaftes.

Man bringt dem Hund quasi ein Tauschspiel bei, man gibt dem Hund eine Aufgabe, die er schon gut kann z.B. Sitz, dann gibt man ihm das große nicht leicht zu kauende Teil (z.B. ein Kauknochen). Wenn der Hund es hat und essen will, hält man ihm das Kleine sehr gute hin (z.B. ein Stück Käse) der Hund wird in der Regel den Knochen fallen lassen, um den Käse zu nehmen, dabei sagt man dann einfach Aus.

Das muss man sehr oft üben, bis man anfangen kann, dass man einfach Kommando AUS so zu verwenden, wenn der Hund etwas nimmt, und am Anfang nur mit Leckerchen als Belohnung. Später macht der Hund immer willig den Mund auf und lässt alles fallen, weil er etwas Besseres erwartet (im Tausch).

 

Leine:

Die Leine ist am Anfang etwas schwierig. Kein Hund mag es angeleint zu werden, aber man sollte sich viel Zeit nehmen. Man legt die Leine an und geht los, sobald der Hund in die Leine läuft, bleibt man stehen. Das ist am Anfang mehr stehen als gehen, aber das wird von Tag zu Tag besser, der Hund soll ja lernen nicht in die Leine zu laufen.

Auch wenn er sich windet wie ein Aal oder in die Leine beißt, einfach ignorieren (die Leine sollte stabil genug sein das der Hund sie nicht gleich durchbeißen kann). Man nimmt am Anfang auch keine superteure Leine.

 

Fuß:

Das kann natürlich erst angefangen werden, wenn das mit der Leine passt ;)
Es geht recht einfach mit Hilfe von einem Leckerchen, dass man in die Hand nimmt, der Welpe soll es sehen und wird dann automatisch bei einem bleiben und an einem Hoch gucken. Klar er wird auch springen usw. aber das muss man ignorieren, das gehört einfach zu vielen Eventualitäten dazu.

 

Nein:

Das fange ich persönlich sehr spät in der Erziehung an, und übe das auch nicht wie die anderen Kommandos.

Ich warte auf die richtige Gelegenheit, immer auf etwas, was ich schon kommen sehe, z.B. der  Hund bekommt gleich eine von der Katze gescheuert (es darf allerdings nie etwas wirklich Gefährliches sein) aber so einen Moment wate ich ab und sage kurz bevor es soweit ist NEIN, und zwar scharf. Meist reicht das schon aus, das der Hund eh sofort zu mir kommt und dem, was er tun wollte nicht weiter nach geht, sollte er aber trotzdem der Katze zu nahe kommen gibt wohl eine mit der Pfote. Der Hund lernt so auf diese Warnung zu hören.

Wie gesagt solche Situationen ergeben sich einfach oder man kann sie auch inszenieren, aber es darf nie wirklich etwas Schlimmes dabei passieren.

Man soll sowas auch eher hin und wieder machen und nicht an einem Tag ganz oft.

 

 

Im Grunde sind das die wichtigsten Dinge die man erstmal braucht. Alles andere baut auf der Grunderziehung auf bzw. wird ausgebaut zu einem grundsätzlichen Gehorsam.

Ziel ist es immer den Hund gesellschaftsfähig zu machen, damit er überall mit hin kann und nicht immer alleine zu Hause bleiben muss und natürlich dient das auch seiner Sicherheit.

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© Sarah Normann

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